Alle Beiträge von Heike Karamarkovic

Isis – die Göttin des Karnevals

Die wenigsten Menschen wissen, woher eigentlich die Tradition unseres Karnevals kommt.  Inzwischen sind sich einige Forscher sicher: Sie ist wesentlich älter, als man vor einiger Zeit noch dachte. In der Stadt Köln wurde erstmals am 5. März 1341 das Wort “Fasteloved” erwähnt mit dem gleichzeitigen Verbot des “Mummenschanzes”…also vor ca. 700 Jahren!

Dabei geht der Karneval auf ca. 4000 Jahre zurück, nämlich in der Verehrung der ägyptischen Göttin Isis. Ihr Fest wurde am 5. März begangen und die Römer brachten sie vor ca. 2000 Jahren nach Köln an den Rhein, wobei es Prozessionen gab mit Narrenschiffen, Musik und Tanz.  Bei diesen feucht-fröhlichen Festen voller Erotik tanzten die Menschen früher um große Wagenschiffe, die man in der alten Heimat durch die Straßen zum Meer zog. Das lateinische Wort “carnavalis” bedeutet Wagenschiff – also kein Wunder, dass es hier einen Zusammenhang gibt zwischen dem Karneval und den Wagenschiffen, die heutzutage immer noch bei den Umzügen am Rhein und am Main durch die Straßen fahren! Isis galt u.a. als Göttin des Meeres, der Liebe, aber auch der Freude und entsprechend waren diese Wagenschiffe  ihr geweiht…

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Maria Lichtmess – Das keltische Jahreskreisfest Imbolc

Das keltische Jahreskreisfest Imbolc, das am 1. und 2. Februar gefeiert wurde, hat in der heutigen Zeit auch seine christliche Entsprechung in Maria Lichtmess. Es ist zwar heutzutage mehr ein Nebenfest, aber in ländlichen Gegenden wurde es früher als besonderer Tag gefeiert. Der 2. Februar war bis 1912 in Bayern ein offizieller Feiertag,  denn die Bauern haben am nächsten Tag ihre Arbeit nach der Winterpause wieder aufgenommen. Lichtmess war auch als “Schlenkeltag” bekannt, d.h. an dem Tag haben die Mägde und Knechte ihren Dienstherren gewechselt. Maria Lichtmess – Das keltische Jahreskreisfest Imbolc weiterlesen

Das Geheimnis der Rauhnächte

In unserer heutigen Zeit sehnen sich wieder mehr Menschen danach, ihre Wurzeln zu finden und mehr im Einklang mit der Natur und den natürlichen Zyklen des Jahres zu leben. Somit bekommen alte Bräuche und Rituale, wie die zu den Rauhnächten, wieder Aufmerksamkeit und wollen in ihrer Bedeutung neu erfasst werden.

Den Auftakt zu den Rauhnächten bildet die Wintersonnenwende am 21. Dezember. Am Tag dieses letzten Jahreskreisfestes hat die Sonne ihren tiefsten Stand über dem Horizont erreicht. Dies ist auch der Tag des Jahres, an dem die Nacht im Verhältnis zum Tag am längsten ist. Das alte Jahr geht nun zu Ende – der Sonnenheld Mabon aus der keltischen Sage, der seit der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche am 21. September immer schwächer geworden ist, stirbt an Samhain (31. Oktober, Halloween). Das Geheimnis der Rauhnächte weiterlesen