Eine riesige Sternschnuppe zieht über den Himmel - Zeit für ein Wunsch-Ritual

Ein kleines Sternschnuppen-Ritual – wünsch dir was

Jeder weiß, dass man sich etwas wünschen darf, wenn man eine Sternschnuppe sieht. Man darf aber niemandem seinen Wunsch erzählen. Hier findest du ein einfaches Sternschnuppen-Ritual und das Wichtigste zur Beobachtung dieser Himmelsphänomene. So hast du gute Chancen, deinem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen.

Woher der Glaube an Sternschnuppen stammt, ist unbekannt. Es gibt aber viele Himmelsphänomene, denen eine feinstoffliche (von mir aus auch “übernatürliche”) Wirkung zugeschrieben wird. Man denke an die Astrologie oder die Bedeutung des Mondes in der Magie.

Es ist aber schon ein recht besonderes Ereignis, wenn man unvorbereitet nachts in den Himmel schaut und in dem Moment zieht eine große Sternschnuppe vorbei. Falls dir das passiert, freue dich darüber und wünsch dir einfach was. Ich habe das bisher nur einmal selbst erlebt und das war ein richtiges Glücksgefühl.

Wenn man allerdings ein Sternschnuppen-Ritual machen will, sollte man einen Zeitpunkt wählen, an dem man auch mit einiger Sicherheit Sternschnuppen zu sehen bekommt. Im Verlauf eines Jahres gibt es mehrere Zeitpunkte, in denen gehäuft Sternschnuppen auftreten. Wir wollen dir hier die zwei ergiebigsten vorstellen. Die Erde fliegt auf ihrer Bahn dann durch kleine Himmelskörper (z.B. Meteore), die in der Erdatmosphäre verglühen – manchmal recht spektakulär.

Das Sternschnuppen-Ritual

Man kann schon das bewusste Suchen nach einer Sternschnuppe als kleines Ritual betrachten. Es ist anstrengend, mit in den Nacken gelegtem Kopf dazustehen. Du betrachtest aufmerksam und hoffnungsvoll den nächtlichen Himmel und hast vielleicht auch schon einen Wunsch parat. Wenn du dann tatsächlich das Glück hast, eine Sternschnuppe zu sehen, löst das sicher ein Glücksgefühl in dir aus. In so einem besonderen Moment kann man leichter etwas manifestieren als im Alltag.

Denke dann einfach an deinen Wusch und bringe ihm positive Gefühle entgegen. Du kannst auch einem höheren Wesen, dem du vertraust, deinen Wunsch übergeben. Such dir jemand passenden aus oder sprich mit deinem höheren Selbst, dem Universum oder mit den Naturwesen um dich herum. Entspann dich und versuche zu vertrauen. Entscheidend ist deine positive Grundstimmung. Bedanke dich zum Schluss und lass die ganze Angelegenheit dann wieder los. Versuche der Angelegenheit gegenüber eine positive, spielerische Haltung einzunehmen, falls du später wieder daran denkst. Wenn du verkrampft und ängstlich bist, ist das kontraproduktiv.

Du kannst das Ritual natürlich erweitern, indem du z.B. eine Kerze oder ein Räucherstäbchen anzündest oder einen Schluck Wein opferst. Falls du mit einer Ritual-Tradition vertraut bist (Wicca, Druiden, usw.), kannst du natürlich auch umgekehrt die Suche nach einer Sternschnuppe in diese Rituale integrieren.

Die Geminiden: Sternschuppen als Gelegenheit für ein Wunsch-Ritual

Wann kann man Sternschnuppen am besten beobachten?

Es gibt, wie schon gesagt, mehrere vielversprechende Zeiten im Jahreslauf, um Sternschnuppen zu beobachten. Wir stellen die beiden besten Möglichkeiten hier vor: Die sogenannten “Perseiden” (gesprochen Perse-iden) im August und die “Geminiden” im Dezember. Wenn du dein Glück mit einem Sternschnuppen-Ritual noch zu anderen Zeiten versuchen willst, konsultiere bitte einen astronomischen Kalender im Internet.

Eine klare Nacht, vor Mondaufgang oder nach Monduntergang, ist am besten geeignet, um Sternschnuppen zu beobachten. Informiere dich deshalb am besten schon ein paar Tage früher über die geeignetsten Nächte. Auch hier sind astronomische Kalender und der Wetterbericht hilfreich.

August – die Perseiden

Die Perseiden sind einer der stärksten Meteorschauer im Jahreslauf. Die Erde durchfliegt dann den Schweif des Kometen Swift-Tuttle. Die Sternschnuppen sind Partikel aus dem Schweif, die in der Lufthülle der Erde verglühen. Die Meteore treten mit einem extrem flachen Winkel in die oberen Schichten der Atmosphäre ein. Dadurch verglühen sie sehr langsam und in verschiedenen Farben. Manche der Perseiden hüpfen deshalb auf der Lufthülle der Erde wie flache Steine auf einer Wasseroberfläche. Um dieses Phänomen beobachten zu können, braucht man aber wirklich Glück, da es selten vorkommt. Ich habe es leider noch nie selbst gesehen.

Das Maximum der Perseiden, also die größte Zahl an Sternschnuppen pro Stunde, ist jedes Jahr am 12. oder 13. August. Es ziehen dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den nächtlichen Himmel. Man kann die Sternschnuppen zwar einige Tage früher oder später ebenfalls gut beobachten, dann braucht man aber etwas mehr Glück oder Geduld, da die Abstände zwischen den Ereignissen größer sind.

Die beste Zeit ist normalerweise zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung, dann steht das namensgebende Sternbild Perseus in der Nähe des Zenits. Es ist nicht nötig, in eine bestimmte Richtung zu schauen, da die Sternschnuppen dann überall auftauchen können. In den Abendstunden sind die Sternschnuppen etwas seltener.

Dezember – die Geminiden

Die Geminiden sind der stärkste Meteorschauer des Jahres mit hellen weiß-gelben Sternschnuppen. Sie fliegen zudem auch recht langsam und treten sehr konstant auf. Die Geminiden sind ein recht junges Phänomen. Erste Berichte dazu stammen erst aus dem Jahr 1862. In den vergangenen Jahren wurde ein kontinuierlicher Anstieg der Aktivität verzeichnet. Somit wird auch die Beobachtung trotz der ungünstigen Wetterbedingungen im Dezember immer interessanter. Die Meteore stammen nicht wie üblich von einem Kometen, sondern von einem Asteroiden (also einem festen Körper) namens Phaethon, der der Erdumlaufbahn sehr nahe kommt.

Das Phänomen tritt vom 7. bis 17. Dezember auf. Am 14. wird der Höhepunkt erreicht und es fallen pro Stunde über 100 Sternschnuppen. Man kann die Sternschnuppen zwar schon einige Tage früher beobachten, dann sieht man aber in der Regel weniger und kleinere. Die größten treten erst nach dem Maximum auf.

Man kann die Sternschnuppen mit etwas Glück schon in den Abendstunden beobachten. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 21 und 6 Uhr, wenn der Ausstrahlungspunkt der Meteore höher am Himmel steht. Der Bereich liegt übrigens im Sternbild Zwillinge, welches sich die ganze Nacht in der Nähe des Horizonts befindet. Ein erhöhter Beobachtungspunkt ohne größere Bäume ist deshalb sicherlich kein Nachteil. Und warme Klamotten sind natürlich Pflicht, wenn du das Ganze auch genießen willst.

Wir wünschen dir jedenfalls viel Erfolg bei der Beobachtung der Sternschnuppen und der Erfüllung deiner Wünsche mit dem Sternschnuppen-Ritual.

Beitragsbild von John Fowler – Lizenz CC BY 2.0, Foto im Text von Asim Patel – Lizenz CC BY-SA 3.0