Schwarzmond

In den heutigen Mondkalendern wird diese Nacht als Neumond bezeichnet, aber ursprünglich war der neue Mond die erste sichtbare Mondsichel nach dem Schwarzmond. Das kann je nach nach den Umständen bis zu drei Nächten dauern, denn die Mondsichel kann auch schon vor der eigentlichen Schwarzmond-Nacht verschwinden. Hier ist also die eigene Beobachtung der Natur gefragt.

In der Zeit, in der Mond vollständig verborgen ist, und ein Zyklus in den nächsten übergeht, ist eine Zeit des Übergangs. Es ist, als ob für einen kurzen Moment die Zeit still steht. Das Alte ist vergangen, aber das Neue hat noch nicht begonnen. Dieser Moment an der Schwelle zwischen den Zyklen ermöglicht es uns innezuhalten und und unsere eigene Postion zu hinterfragen. Das  Tor zur anderen Welt steht weiter offen als sonst, der Schleier ist dünner. Das Unbewusste steigt höher ins Bewusstsein auf. Es ist eine Zeit der Ängste und Unsicherheiten, aber auch die Zeit von Visionen und Träumen.

Achte auf deine Träume. Reinige dich, deinen Altar oder dein Haus. Lass in diesem Moment des Übergangs das Vergangene los, danke für das Gute, das du erfahren hast und bereite dich bewusst auf den nächsten Zyklus vor. Verbinde dich mit deinen Ahnen, den Geistern oder deinen Verbündeten in der anderen Welt. Feiere ein Ritual dafür. Du kannst Speisen und Getränke für die anderen Wesen bereit stellen oder etwas Räuchern, an einer Wegkreuzung oder auf einer Waldlichtung meditieren, ein Orakel befragen oder alles zusammen. Die besten Zeitpunkte dafür sind natürlich, wenn gerade die Sonne untergeht, untergegangen ist oder gar zur Mitternacht.

Foto “Dark side of the moon” von Alexey Kljatov – Lizenz CC BY 2.0

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