Okzitanien – Tag 6 – Lombrives: Zéro Points

So, da sind wir wieder. Gestern – Tag 5 – musste das Bloggen leider aus persönlichen Gründen ausfallen. Heute geht’s los mit einer Fahrt nach Mirepoix zum Markt. Leider haben wir beim Frühstück zu lange getrödelt und die meisten Händler sind schon am Einpacken. Gibt’s heute also wieder Oliven vom Carrefour-Supermarkt. Macht aber nichts, die sind besser als alles, was man bei uns bekommt. Vorgestern hab ich mich schon mit Bio-Dijonsenf eingedeckt. Das Einkaufen klappt also.

Leider ist das Wetter heute mies. Wir beschließen deshalb wieder Richtung Foix zu fahren und in Ussat-les-Bains die größte der Öffentlichkeit zugängliche Tropfsteinhöhle Europas zu besuchen. Ussat ist ebenfalls ein Badeort. Im obigen Bild sieht man die Ruine der alten Therme.

Während wir auf den Beginn der Führung warten, essen wir ein paar Pommes Frites in der Kneipe beim Parkplatz . Nach 5 Minuten fängt es an, wie aus Eimern zu schütten. Gott sei Dank kann man mit einer kleinen überdachten Bahn den Berg zum Höhleneingang hochfahren.

Lombrives Lok 1200

Sonderlich gemütlich ist das aber trotzdem nicht. Es regnet immer noch und die Wagen haben absolut keine Federung. Wir hüpfen auf den Sitzen rauf und runter wie Gummibälle. In der Höhle darf man nicht fotografieren, deshalb nur ein Bild vom Eingang.

Lombrives Eingang 1200

Es werden Führungen von bis zu sieben Stunden Länge angeboten, ist ja schließlich die größte Höhle Europas. Unsere Tour geht offiziell 2,5 Stunden, gebraucht haben wir drei. Der Weg hinein hat schon über zweieinhalb Stunden gedauert . Wir haben an jedem Hundehaufen angehalten und endlose geologische Erklärungen auf Französisch über uns ergehen lassen müssen. Danach folgte eine kurze Zusammenfassung auf Englisch, die wir dann vor Langeweile auch schon nicht mehr hören wollten.  Ein übereifriger Franzose hatte dann auch noch immer 1000 Fragen parat. Höhepunkt war eine zehnminütige  Gesangseinlage unseres Führers in der größten Grotte. Am Endpunkt der Tour konnten wir einen See besichtigen, der leider kaum Wasser führt – falsche Jahreszeit, wie uns eröffnet wurde. Den (identischen) Rückweg haben wir gemütlich in etwa einer Viertelstunde bewältigt.

Unser Tipp: Besichtigt bloß nicht diese Höhle. Außer ihr habt Geologie studiert, seid Muttersprachler und wisst nicht, wohin mit eurer Zeit. Die Höhle an sich ist eigentlich interessant, aber die Präsentation ist lausig.