Okzitanien – Tag 4 – Roquefixade & Fontestorbes

Heute sind wir nach einer unruhigen Nacht wieder spät dran. Das Wetter ist immer noch schlecht, aber wenigstens trocken. Ich habe keine große Lust, eine längere Strecke zu fahren und so besuchen wir die Burgruine Roquefixade, ebenfalls eine ehemalige Katharerburg. Der Aufsteig ist steil, wie schon gestern, aber nicht so weit. Die Burg sitzt auf einer Felszinne über einem weiten Tal, wie man im obigen Bild sehen kann. Von den Mauern ist wenig übrig, man steht quasi auf mehreren grasbewachsenen Terassen ohne jede Absperrung. Es geht über 100 Meter in die Tiefe. Der einzige halbwegs erhaltene Teil ist der Burgfried.

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Im ehemaligen Inneren ist eine Art kleiner idyllischer Hof mit einem einzigen Baum entstanden. Im Zentum wächst ein großer Brombeerstrauch. Heike bedient sich natürlich.

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Wir haben wieder Glück mit dem Wetter gehabt, wie man sieht. Da es noch Nachmittag ist, fahren wir weiter in Richtung Monstsegur. Näheres zu diesem Berg, seiner Burg und der Tragödie, die sich dort zugetragen hat, findet ihr in einem früheren Artikel.

Montsegur 1200

Wir wollen heute nicht mehr hochsteigen, sondern nur in die Nähe. Das ist auch eine gute Entscheidung, denn das Wetter verschlechtert sich rapide, als wir näher kommen. Für eine gute Aufnahme reicht es aber. Der Berg ist ist der einzige von der Sonne beschienene Fleck in der ganzen Umgebung und leuchtet kilometerweit.

Wir fahren stattdessen nach Fontestorbes, einer faszinierenden geologischen Besonderheit mitten im Nirgendwo.

Fontestorbes1 1200

Fontestorbes ist eine kleine Höhle, aus der ein Bach entspringt. Das Besondere ist, dass der regelmäßig an- und abschwillt. Hier sieht man den Zustand mit Hochwasser – die Trittsteine werden alle vom Wasser überspült.

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Eine halbe Stunde später sinkt der Wasserstand plötzlich rapide ab, sodass man über die Steine in die Höhle laufen kann, was wir auch getan haben. Nach einer Weile steigt das Wasser genauso schnell wieder an.

Das wars für heute . Wr haben uns zum Abschluss vorhin mit veganem Chili überfressen – es war einfach zu lecker – und sind jetzt ziemlich geschafft. Bis morgen.