Okzitanien – Nachlese

Nun sind wir wieder zu Hause. Wir sind gegen Mittag von Hounoux  losgefahren. Alle – wir, Rolf (unser Vermieter) und sein Hund Wally – waren etwas bedrückt beim Abschied. Wir sind nochmal nach Mirepoix gefahren und haben gefrühstückt, natürlich am Marktplatz. Das Wetter war kühl und bedeckt. Passend zur Stimmung.

Wir haben den Abstecher nach Fontfroide gemacht, den wir uns vorgenommen haben. Wir wollten die Besichtigung noch nachholen, die wir vor ein paar Tagen nicht mehr geschafft haben. Die Abtei ist wirklich sehr schön. Hier das Zentrum der Anlage: der Kreuzgang.

Fontfroide 3 1200

Er ist sehr gut erhalten und schön bepflanzt. Man kann innen auf kleinen Steinbänckchen sitzen. Die Säulen sind paarweise angeordnet und sind typisch romanisch, alle haben unterschiedliche Kapitelle mit Pflanzenornamenten. Die Decke ist schon gotisch.

Fontfroide 2 1200

Die Abteikirche ist recht dunkel, aber man kann auf dem Foto gut das Spitztonnengewölbe und die romanischen Gurtbögen der Decke erkennen. Das Kirchenschiff wurde am Übergang von der Romanik zur Gotik gebaut, wie auch der Kreuzgang. Seitlich erkennt man die romanischen Rundbögen. Als man die Decke des Hauptschiffs in Angriff nahm, war das architektonisch schon out. Der gotische Spitzbogen mit Kreuzrippen war schwer im Kommen. Hier hat man deshalb wenigstens die erwähnte Spitztonne drauf gesetzt. Man muss ja mit der Zeit gehen, auch als Mönch.

Fontfroide 4 1200

Natürlich gibt es noch einige andere interessante Räume zu besichtigen. Hier eine schöne Mariendarstellung.

Fontfroide 5 1200

Die Anlage hat große Gärten. Unter anderem gab es einen Kräutergarten, um Farben für die Bücher zu bekommen, die in der Schreibstube kopiert wurden, für medizinische Zwecke und natürlich zum Kochen. Die mittelalterliche Klosterküche ist ja mittlerweile ganz gut bekannt, für uns allerdings zu fleischlastig. Hier ein Blick in den Rosengarten. Es gibt übrigens eine hier eigens gezüchtete Fontfroide-Rose.

Fontfroide 6 1200

Dann mussten wir endlich auf die Autobahn. Wir haben noch in ein paar Raststätten angehalten und eingekauft. Bilanz: vier Bücher, drei Tarot-Sets, drei Comic-Alben, natürlich alles französisch und alles billiger!

Etwa um sechs Uhr Morgens fuhren wir in unsere Einfahrt in Wendelstein. Das Auto haben wir noch ausgeladen, haben etwas entspannt und sind dann ins Bett. Ich bin gefahren und hab deshalb bis drei Uhr Nachmittags geschlafen. Dann auspacken, eingewöhnen und zumindest bei mir das Gefühl, aus einem schönen Traum in die graue Realität erwacht zu sein. Eines nicht all zu fernen Tages werde ich das umdrehen. Hoffentlich zusammen mit Heike.

Okzitanien letztes 1200

P.S.: Danke für euer Interesse. Wir hoffen es hat euch gefallen, ein wenig mit uns  Urlaub zu machen. Vielleicht gibt es ja bald eine neue Gelegenheit. Au revoir!

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